SoLaWi maingrün
Sich die Ernte teilen

Was kostet ein Anteil der SoLaWi maingrün?

Den konkreten Preis eines Anteils kann man nicht beziffern. Er ergibt sich aus der Bieterrunde, die zu Beginn der Saison stattfindet. Die Gärtnerin stellt dort das neue Jahresbudget vor. Darin sind alle für die Gemüseproduktion anfallenden Kosten enthalten: Saatgut, Dünger, Pacht, Maschinenkosten, Strom, Haftpflicht, Beiträge, Bürobedarf, Löhne etc. 

Von diesem Gesamtbudget werden die zu erwartenden Einnahmen aus anderen Quellen (Wiederverkäufer) abgezogen. Die verbleibenden Kosten werden durch die Ernteanteile und zwölf Monate geteilt. Daraus errechnet sich der Richtwert für den Monatsbeitrag. Für den Monatsbeitrag erhält man jede Woche frisches Gemüse!    

Die Bieterrunde

Nach der Budgetvorstellung geben die Anwesenden ein Gebot für Ihren Anteil ab. Die Gebote aller Anwesenden müssen in der Summe das erforderliche Budget ergeben. Gibt es eine Differenz zwischen Geboten und Bedarf, folgen weitere Bieterrunden, bis das Ergebnis stimmt. Ziel der Gebote ist es, auch Mitgliedern mit weniger Geld eine Teilnahme zu ermöglichen. Somit sind wir im doppelten Sinne solidarisch. Gegenüber den Gärtnern im Teilen von Ertrag und Verlust und gegenüber den Mitgliedern.

An dieser Bieterrunde müssen alle zukünftigen Mitglieder der SoLaWi teilnehmen oder sich durch eine Person mit Vollmacht vertreten lassen.


Wie bekomme ich das Gemüse?

Das Gemüse kann ganzjährig an einem Tag in der Woche in der SoLaWi maingrün Frankfurt-Oberrad abgeholt werden. Auf einer Tafel ist ersichtlich, wie viel Gemüse einem Ernteanteil entspricht. Alles Gemüse wird in Bioland-Qualität angebaut.

 

Wie groß ist der Ernteanteil und welches Gemüse gibt es?

Ein Ernteanteil reicht, um zwei Personen eine Woche lang mit Gemüse zu versorgen. Da natürlich die Koch- und Essgewohnheiten unterschiedlich sind, müsste man sich eventuell einen Partner zum Teilen suchen bzw. weitere Anteile erwerben. 

Im Sommer ist das Angebot vielfältiger und umfangreicher als im Winter, sodass es sich empfiehlt, Überschüsse für den Winter zu konservieren.

Die angebotenen Kulturen und ihre Erntezeit können hier angesehen werden:

Jahresernteplan
Kulturplan.xlsx (16.81KB)
Jahresernteplan
Kulturplan.xlsx (16.81KB)

 



Kann ich mitarbeiten?

Hilfe ist mit Vorankündigung immer willkommen. Es wird aber auch rechtzeitig angekündigte Gemeinschaftsaktionen geben. Verschiedene Kräuter und Tees stehen zur Selbsternte zur Verfügung.

 

Welche Vorteile und Risiken kommen auf mich als Mitglied zu?

Grundlegender Vorteil der Solidarischen Landwirtschaft ist die große Transparenz im Gemüseanbau. Nicht nur die jährliche Biokontrolle überprüft die Einhaltung der Bioland-Richtlinien, sondern die Mitglieder erhalten jederzeit Einblick in die Betriebsabläufe. Sie lernen die Pflanzenvielfalt und die Praxis des Gemüseanbaus kennen und können einen engen Bezug zum produzierten, regionalen Biolandgemüse und zu den tätigen Gärtnerinnen herstellen.

Gute Ernteerträge werden unter allen Mitgliedern aufgeteilt. Die Risiken bestehen in Ernteausfällen, die durch Wetter und Schädlingsbefall hervorgerufen werden können. Geerntet und verteilt wird das, was durch unsere Arbeit und das Zutun der Natur gewachsen ist. Die Produkte der Solawi maingrün sind organisch biologisch erzeugt, frisch geerntet und kommen über kurze Wege zum Verbraucher. 

Kleine Saatguterzeuger werden gegenüber den Weltmarktführern wie Bayer/ Monsanto oder Syngenta u.a. bevorzugt. Mit einem weitgehenden Verzicht auf Hybridsaatgut und geeignete Anbauformen leisten wir unseren Beitrag, die Biodiversität zu fördern. Sie als Anteilseigner unterstützen dieses Vorhaben mit einer Toleranz gegenüber nicht ganz perfektem Gemüse und der Neugier, mal was anderes auszuprobieren. In jedem Fall versprechen wir leckeres und gesundes Gemüse zu jeder Jahreszeit. 


Einführungsvideo